Doppelt soviele HIV-Infizierte wie vor sieben Jahren

3. Februar 2003, 14:56
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4,2 Millionen in Südasien - Mangelnde Sexualerziehung sowie Frauen- und Kinderhandel fördern Ausbreitung

Kathmandu - Die Immunschwächekrankheit HIV breitet sich in Südasien weiter aus. Rund 4,2 Millionen Menschen seien bisher infiziert, hieß es am Montag auf einer Konferenz in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. An dem zweitägigen Treffen nehmen GesundheitsexpertInnen aus Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Indien, den Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka sowie Vertreter der Vereinten Nationen (UNO) teil.

Die Zahl der HIV-Infizierten habe sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als verdoppelt, sagte der Geschäftsführer von UNAIDS, Peter Piot. Die Hauptursachen für die Ausbreitung der Krankheit seien eine unzureichende Sexualerziehung sowie der Frauen- und Kinderhandel. Die Geschäftsführerin des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF), Carol Bellamy, forderte verstärkte Informationskampagnen vor allem für junge Leute. (APA/AP)

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