Afrikanische Union einigt sich auf Bildung von Sicherheitsrat

3. Februar 2003, 18:55
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Sondergipfel in Addis Abeba mit Aufruf zu Konfliktlösungen eröffnet

Addis Abeba - Ein außerordentlicher Gipfel der Afrikanischen Union (AU) hat sich am Montag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba auf die Bildung eines gemeinsamen Friedens- und Sicherheitsrats geeinigt. Wie Teilnehmer nach einer Sitzung hinter verschlossenen Türen erklärten, soll der Rat mit Interventionsmacht jederzeit eigenmächtig vom AU-Vorsitzenden einberufen werden können. Mit der Aufforderung zu gemeinsamen Lösungen von Konflikten auf dem Kontinent hatte Südafrikas Präsident Thabo Mbeki die zweitägige Konferenz eröffnet.

Er forderte, dass der Sicherheitsrat nach dem Vorbild des UNO-Weltsicherheitsrats noch vor Juli zum ersten Mal tagen soll. Die 53 Mitgliedstaaten der AU müssten ihr vereintes Gewicht "für eine gerechte Weltordnung" einsetzen, sagte Mbeki als Vorsitzender der Konferenz.

Rund 1000 Delegierte, darunter 30 Staatschefs, beraten in Addis Abeba über die Rolle des Verbunds bei der Bewältigung von Konflikten auf dem Kontinent. Dabei nimmt die jüngste Krise in der westafrikanischen Elfenbeinküste einen breiten Raum ein.

Die im vergangenen Jahr gegründete AU hat nach 39 Jahren die Organisation Afrikanischer Einheit (OAU) abgelöst. Auch die Dürrekatastrophe im Süden und Westen des Kontinents und am Horn von Afrika sind Themen des Gipfels. (APA/dpa)

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    Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki sucht mit seinen Amtskollegen nach "Afrikanischen Lösungen für afrikanische Probleme".

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    "Familienfoto" der Afrikanischen Union

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