Commerzbank: Keine Fusion mit HypoVereinsbank

3. Februar 2003, 18:53
posten

Aber weitere Konzentration in deutscher Bankenlandschaft erwartet

Frankfurt/Main - Eine Fusion von Commerzbank und HypoVereinsbank, Mutter der österreichischen Bank Austria Creditanstalt, kommt auch aus Sicht von Commerzbank-Vorstandschef Klaus-Peter Müller nicht in Frage. Ein Zusammenschluss zum jetzigen Zeitpunkt wäre zu riskant und würde beide Häuser überfordern, sagte Müller der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

An der Börse war in den vergangenen Monaten immer wieder über ein Zusammengehen der Münchner HypoVereinsbank - zweitgrößtes deutsches Geldhaus nach der Deutschen Bank - mit der Nummer Vier aus Frankfurt spekuliert worden. Allerdings hatte auch der neue HypoVereinsbank- Chef Dieter Rampl erst in der vorigen Woche unterstrichen, dass sein Haus derzeit nicht an eine Übernahme der Commerzbank denke. "Das steht nicht auf der Agenda."

Wie alle anderen Bankmanager hier zu Lande rechnet Commerzbank-Chef Müller aber unweigerlich mit einer weiteren Konzentration in der deutschen Bankenlandschaft. "Bei allem, was wir tun, fragen wir uns, ob wir dadurch für mögliche Partner im In- und Ausland attraktiver werden", sagte Müller. Sein Institut wird an diesem Mittwoch die mit Spannung erwarteten für das Geschäftsjahr 2002 bekannt geben.(APA/dpa)

Share if you care.