Spekulationen um möglichen Angriffstermin kreisen um Mondphasen

3. Februar 2003, 14:02
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Für Angriffe bevorzugen Militärs dunkle Nächte

Washington - Bei den Spekulationen um einen möglichen Termin für einen US-Angriff auf den Irak spielen auch die Mondphasen eine Rolle. Sollte eine diplomatische Lösung des Konflikts nicht möglich sein, wird die US-Armee in jedem Fall auf den für sie günstigsten Zeitpunkt für einen Angriff achten. Militärs haben in der ganzen Geschichte immer vorgezogen, ihre Attacken in einer dunklen Nacht zu starten, wenn der Mond gerade in einer dunklen Phase ist, heißt es lapidar in der "New York Times" - neben einer Grafik über die Mondphasen ab dem 16. Februar 2003.

Der Aufmarsch der US-Armee im Golf ist laut Militärexperten Mitte Februar so weit abgeschlossen, dass er "Kriegsstärke" erreicht hat. Der darauffolgende Neumond fällt auf den 3. März. Auch in den Tagen davor und danach herrschen vermutlich im militärischen Sinne günstige Angriffsbedingungen. Der nächste Vollmond leuchtet am 18. März. Am 1. April, 1. Mai und 31. Mai stehen wieder Neumonde im Kalender.

Die Bedeutung der klimatischen Verhältnisse im und um den Irak wird von US-Militärexperten eher heruntergespielt. Der heiße Wüstensommer sei zwar nicht ideal für Kampfhandlungen, besonders wenn die Soldaten Schutzanzüge gegen biologische und chemische Kampfstoffe tragen müssen. Durch die technisch ausgefeilten Nachtsichtgeräte könnte die US-Armee jedoch bis in den Frühsommer hinein in den kühleren Nachtstunden Kampfhandlungen durchführen. (APA)

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