China: 40 Tote bei Brand und Explosion während Neujahrsfest

3. Februar 2003, 12:56
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31 Verletzte - Stundenlange Knallerei zum Jahreswechsel

Peking - Bei einem Brand und einer Feuerwerksexplosion während des traditionellen Neujahrsfests in China sind 40 Menschen ums Leben gekommen. In einem Hotel in der nordostchinesischen Metropole Harbin starben 33 Menschen. Bei einer Explosion von Feuerwerk in Südchina verloren sieben Menschen ihr Leben.

Beim Brand am Sonntagnachmittag im Tiantan-Hotel in Harbin wurden zehn Menschen verletzt, waren aber am Montag alle außer Lebensgefahr. Mehr als 100 Menschen konnten in Sicherheit gebracht werden. Die neun Millionen Einwohner zählende Provinzhauptstadt von Heilongjiang ist wegen ihres weltberühmten Eisfestivals Ziel vieler Touristen, die sich die Skulpturen und Bauten aus Eis ansehen.

Durch die Explosion in Taiping in Südchinas Provinz Guangdong mit sieben Toten wurden 21 Menschen verletzt. Zur Hauptgeschäftszeit hatte sich am Samstag, dem ersten Tag des Neujahrsfestes, Feuerwerk aus unbekannter Ursache entzündet und weitere Explosionen in mehreren benachbarten, ebenfalls überfüllten Geschäften ausgelöst.

China ist der größte Produzent von Feuerwerken, doch sind Knaller und Raketen in den meisten großen chinesischen Städten aus Sicherheitsgründen verboten. Auf dem Lande wurde das neue Jahr, das nach dem traditionellen Mondkalender immer Ende Jänner oder Anfang Februar beginnt, mit stundenlanger Knallerei begrüßt. Ob das Hotelfeuer in Harbin möglicherweise durch ein Feuerwerk verursacht wurde, war noch unklar. Die Ermittlungen dauerten am Montag an. (APA/dpa)

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    Tiantan-Hotel in Harbin

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