Schwere Explosion in Karachi

4. Februar 2003, 09:39
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Ein Toter und sieben Verletzte - Polizeichef: "Eindeutig terroristischer Akt"

Karachi - Bei einem Bombenanschlag in der pakistanischen Hafenstadt Karachi ist am Montag ein Mann getötet worden. Mindestens sieben Personen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Der auf einem Motorrad versteckte Sprengsatz explodierte auf dem Parkplatz der staatlichen Ölgesellschaft. Die Polizei ging von einem Terroranschlag aus. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Explosion ereignete sich nicht weit entfernt vom Haus des Chefs der Anti-Terror-Polizei von Karachi, Farooq Awan. Die Polizei hielt es daher für möglich, dass er das eigentliche Ziel des Anschlags war. Awan wurde jedoch nicht verletzt, und auch sein Haus blieb weitgehend unbeschädigt.

"Botschaft derTerroristen"?

"Vielleicht war das eine Botschaft der Terroristen an uns", sagte Polizeichef Syed Kamal Shah. Am Gebäude der staatlichen Ölgesellschaft gingen durch die Wucht der Explosion Fensterscheiben zu Bruch. Auch an Häusern in der Umgebung entstand Sachschaden. Die Millionenmetropole ist seit der amerikanischen Militäroperation in Afghanistan und dem Sturz des ursprünglich von Pakistan unterstützten Taliban-Regimes immer wieder Schauplatz terroristischer Gewalttaten. Am 14. Juni des Vorjahres explodierte ein mit Sprengstoff beladener Kleinlaster in der Nähe des US-Konsulats. Die Wucht der Detonation tötete ein Dutzend Menschen.

Am 8. Mai rammte vor dem Sheraton-Hotel ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffauto einen Militärbus. Elf französische U-Boot-Spezialisten und drei Pakistanis wurden dabei getötet. Die Behörden vermuteten, dass die Terrororganisation Al Kaida für das Blutbad verantwortlich war. (APA/AP)

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