NASA-Chef reagiert auf Vorwürfe

6. Februar 2003, 11:10
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"Sicherheit wird ernst genommen" - US-Weltraumveteranen fordern Fortsetzung von US-Raumfahrtprogramm

Washington - US-Weltraumveteranen haben sich nach dem Columbia-Absturz für eine Fortsetzung des US-Raumfahrtprogramms stark gemacht. Das "größte Denkmal", dass zu Ehren der sieben bei dem Unglück getöteten Astronauten errichtet werden könne, sei wohl die weitere Erkundung des Weltalls, sagte Ex-Astronaut John Glenn dem Fernsehsender NBC. Glenn hatte 1962 als erster US-Astronaut die Erde umrundet und war 1998 im Alter von 77 Jahren erneut ins All geflogen.

Die USA würden sich von dem Unglück wieder erholen, sagte Senator Bill Nelson. Der Politiker, der noch kurz vor der Challenger-Katastrophe 1986 ins All geflogen war, zeigte sich gegenüber dem Fernsehsender NBC gewiss, dass die Ursache für den Absturz gefunden und beseitigt werden könne. "Der Weltraumflug ist riskant, wir kennen und wir akzeptieren das Risiko."

NASA-Chef Sean O'Keefe hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass die US-Raumfahrtbehörde die Sicherheit vernachlässige. Nach der "Columbia"-Katastrophe sagte er am Sonntag im Fernsehsender NBC, die NASA nehme "die Sicherheit sehr, sehr ernst". Auch knappe Haushaltsmittel änderten daran nichts. Er verwies darauf, dass die Raumfähren alle drei Jahre überprüft würden. Die "Columbia" war von Herbst 1999 bis Frühjahr 2002 überholt worden und danach am 1. März 2002 erstmals wieder geflogen. (APA/AFP/dpa)

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