Fritz Feitl und Othmar Lenz führen die neue Styrian Airways

2. Februar 2003, 19:04
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Rudolf Streicher im Aufsichtsrat - Flugbetrieb startet am dritten März

Graz/Wien - Fritz Feitl ist wieder im Geschäft. Der frühere Tyrolean-Chef, der Ende 2000 mit damals 57,8 Mio. S (4,2 Mio. €) abgefertigt wurde, bildet gemeinsam mit Ex-Lauda Air-Vorstand Othmar Lenz den Vorstand der neu gegründeten Styrian Airways. Feitl steht der Styrian Airways Beteiligungs AG vor, und Lenz fungiert als Vorstandschef der operativen Styrian Airways GesmbH.

Styrian Airways wird mit 3. März den Flugbetrieb aufnehmen. Gestartet wird mit 66 wöchentlichen Flugverbindungen von Graz, Innsbruck, Klagenfurt und Linz aus nach Stuttgart, Frankfurt, Düsseldorf und München. Geflogen wird mit 50-sitzigen Canadair-Jets. Die Flugpläne sind auf die Bedürfnisses der Businesskunden ausgerichtet. Die Preise sollen um 15 bis 20 Prozent unter jenen der AUA liegen, die ihrerseits die Vorherrschaft nicht kampflos aufgeben will.

Aufsichtsrat gewählt

Bei der ersten außerordentlichen Hauptversammlung der neuen Regionalfluglinie wurde ein elf Personen umfassender Aufsichtsrat gewählt. Vorsitzender des Gremiums ist der Grazer Universitätsprofessor und Ex-Lauda-Aufsichtsrat Waldemar Jud. Seine Stellvertreter sind der Vorstand des steirischen Energiekonzerns Estag, Werner Heinzl, und der Grazer Ernst Rath von der Steiermärkischen Bank und Sparkassen AG. Außerdem im Aufsichtsrat: Hubert Hödl, Lukas Lichtner-Hoyer, Wolfgang Malik, Hans Metzger, Peter Mosler, Rudolf Roth sowie Norbert Winkler und Exverstaatlichtenminister Rudolf Streicher.

Einer der Beweggründe, eine steirische Linie zu gründen, die mittelfristig auch von den anderen österreichischen Flughäfen aus angeboten wird, war der Eigenbedarf der Eigentümer, die sich aus dem Umfeld der steirischen Wirtschaft rekrutieren. Hervorgegangen sind die Styrian Airways aus einer Gruppe von Geschäftsleuten, darunter Magna-Chef Siegfried Wolf.

Mittlerweile setzt sich die Struktur der Eigentümer aus Wirtschaftstreibenden wie den steirischen "Öl-Magnaten" Rudi Roth und teilöffentlichen Unternehmungen wie der Estag, der Steiermärkischen Sparkasse und den Grazer Stadtwerken zusammen. Die Betriebsgesellschaft mit Sitz in Graz verfügt über ein Gesellschaftskapital von sieben Mio. Euro. (mue, Der Standard, Printausgabe, 03.02.2003)

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