Kuoni: Wollen unabhängig bleiben

2. Februar 2003, 18:01
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Keine Übernahmegespräche mit TUI

Zürich - Der Schweizer Reiseveranstalter Kuonihat am Sonntag Spekulationen zurückgewiesen, wonach der deutsche Touristikkonzern TUI Gespräche über eine Übernahme des fünftgrößten europäischen Anbieters führe. Kuoni sei nicht in Gesprächen mit TUI und wolle durchaus unabhängig bleiben, sagte Unternehmenssprecher Stephan Wehrle der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag. Da die Kuoni-Aktien in fester Hand seien, werde auch jeglicher Versuch einer feindlichen Übernahme wahrscheinlich fehlschlagen. TUI hatte entsprechende Spekulationen bereits vor einigen Tagen zurückgewiesen.

Die Schweizer "Sonntags Zeitung" hatte berichtet, TUI wolle Kuoni übernehmen und es habe Gespräche zwischen den beiden Unternehmen am 24. Januar in Zürich gegeben. Zur Verhandlung habe die Übernahme des Schweiz-Geschäfts der TUI durch Kuoni gestanden. Im Gegenzug dazu solle TUI das angeschlagene Skandinaviengeschäft von Kuoni erhalten. TUI habe außerdem Interesse an den britischen Touristikanbietern Lunn Poly und Thomson Travel, berichtete die Zeitung weiter.

Gespräche ohne Ergebnis

Wehrle sagte weiter, dass es im vergangenen Jahr Gespräche zwischen den beiden Firmen gegeben habe, die allerdings ohne Ergebnis beendet worden seien. "Wir haben mit TUI im Herbst über unser Skandinavien-Geschäft gesprochen, vor allem über unsere Charter-Fluggesellschaft in Skandinavien. Wir haben uns über mögliche Optionen mit unserer Flotte unterhalten. Diese Gespräche endeten im Dezember", sagte Wehrle.

Nach Einschätzung von Analysten könnte eine Allianz mit TUI Sinn machen, da Kuoni nicht groß genug für ein alleiniges Überleben sei. TUI habe zugleich Interesse am Einstieg in den gewinnträchtigen Markt mit wohlhabenden Reisenden, den wiederum Kuoni hauptsächlich bediene.(APA/Reuters)

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