Russische Kapsel an ISS angedockt

4. Februar 2003, 19:24
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Andockmanöver der "Progress M-47" problemlos - ISS-Crew kehrt Anfang Mai zurück

Moskau - Drei Tage nach dem Absturz der US-Raumfähre "Columbia" ist die unbemannte russische Raumkapsel "Progress M-47" bei der Internationalen Raumstation (ISS) eingetroffen. Das Andockmanöver gelang ohne Probleme, wie die russische Raumfahrtbehörde mitteilte.

Die von einer Sojus-U-Rakete ins All getragene Kapsel bringt der dreiköpfigen ISS-Besatzung Treibstoff, Nahrungsmittel und Geräte. Die "Progress" hat eine Ladekapazität von fünf Tonnen, während eine amerikanische Raumfähre bis zu hundert Tonnen Fracht transportieren kann.

ISS-Besatzung kehrt Anfang Mai zur Erde zurück

Die derzeitige Besatzung der Internationalen Raumstation ISS wird ihren Flug von März bis Anfang Mai verlängern. Dann sollten die drei Raumfahrer Nikolai Budarin, Ken Bowersox und Don Pettit mit dem angedockten russischen "Sojus"-Raumschiff zur Erde zurückkehren, teilte die russische Flugleitzentrale bei Koroljow in Moskau mit.

Bei dem für Ende April geplanten Start einer weiteren "Sojus" werde keine Besuchsbesatzung, sondern die nächste Langzeitbesatzung ins All gebracht, sagte Flugleiter Wladimir Solowjow der Agentur Itar-Tass. Eigentlich hätte die Crew bei einem Shuttle-Flug der Amerikaner im März ausgetauscht werden sollen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat jedoch wegen des "Columbia"-Unglücks alle Flüge vorerst gestoppt. (APA/AP)

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