Tödliche Pannen in der Raumfahrt

6. Februar 2003, 10:59
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Paris - Die Geschichte der Raumfahrt ist eine Erfolgsgeschichte für die Menschheit - aber sie verlief nicht ohne Katastrophen. 21 Astronauten kamen in 41 Jahren bemannter Raumfahrt ums Leben, elf von ihnen während des Fluges.

In vielen Fällen entkamen Astronauten nur knapp dem Tod: So verdankten zwei russische Kosmonauten 1983 ihr Leben nur einer Rettungskapsel, die sie aus der beim Tanken in Brand geratenen Raumfähre befreite. Unzählige Male wurden Starts wegen technischer Probleme verschoben, zuletzt im November wegen Problemen bei der Sauerstoffversorgung im US-Shuttle Endeavour.

Im Folgenden ein Überblick über die Pannen mit Todesfolge:

27. Jänner 1967 Zweieinhalb Jahre vor der ersten Mondlandung kommen die US-Astronauten Virgil Grissom, Edward White und Roger Chaffee während eines simulierten Starts an Bord der Apollo 1 ums Leben. Durch einen Kurzschluss entzündet sich der reine Sauerstoff an Bord der Raumfähre.

23. April 1967 Der sowjetische Kosmonaut Wladimir Komarow stirbt nach einem 26-stündigen Flug mit der Sojus 1: Die Kapsel zerschellt bei der Landung am Boden, weil sich die Bremsfallschirme nicht öffnen.

29. Juni 1971 Nach ihrer 24-tägigen Weltraummission werden die sowjetischen Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wladislaw Wolkow und Viktor Patsajew tot aufgefunden. Der Druckausgleich im Innern der Raumfähre hatte versagt.

28. Jänner 1986 Der US-Space-Shuttle Challenger explodiert 75 Sekunden nach seinem Start vor der Augen der Angehörigen und der Weltöffentlichkeit. Alle sieben Insassen kommen ums Leben. Neben den Astronauten Francis Scobee, Michael Smith, Ronald McNair, Ellison Onizuka, Gregori Jarvis und Judith Resnik war auch die Lehrerin Christa McAuliffe an Bord. Sie sollte aus dem All Unterrichtsstunden für Schüler geben.

1. Februar 2003 Die Raumfähre Columbia mit sieben Astronauten zerfällt beim Landeanflug in mehrere Teile und stürzt über dem US-Bundesstaat Texas ab. Die US-Astronauten Rick Husband, William McCool, Michael Anderson, David Brown, Kalpana Chawla, Laurel Clark und der Israeli Ilan Ramon kommen nach 16 Tagen im All ums Leben. (APA)

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