Russland erwartet Hauptprobleme mit ISS für 2004

2. Februar 2003, 11:59
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Es gibt nur zwei einsatzbereite Sojus-Kapseln

Moskau - Der Ausfall der amerikanischen Raumfähren nach der "Columbia"-Tragödie wird den Aufbau der Internationalen Raumstation ISS nach russischer Einschätzung vor allem 2004 treffen. Aber bereits im laufenden Jahr müsse die Arbeit eingeschränkt werden, sagte der Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Rosawiakosmos, Sergej Gorbunow, am Sonntag in Moskau.

Der Plan, 2003 insgesamt 33 Raumfahrer auf die Station zu bringen, lasse sich nicht halten, sagte er nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Solange die Flotte der US-Fähren am Boden bleiben muss, können nur russische Sojus-Raumschiffe bemannte Flüge zur ISS durchführen.

Russland verfüge nur über zwei einsatzbereite Sojus-Kapseln, sagte Gorbunow. "Die Kosmonauten können verschiedene wissenschaftliche Experimente durchführen, doch einen Weiterbau der Station kann man vergessen ohne die amerikanischen Shuttles, die die großen Teile nach oben bringen." (APA/dpa)

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