Hinweise auf Entführung deutscher Offiziere in Afghanistan

2. Februar 2003, 11:44
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Deutsche Bundeswehr sieht keine Anzeichen für verschärfte Lage

Berlin/Frankfurt - Gut eine Woche vor Übernahme des ISAF-Kommandos in Afghanistan durch die Deutsche Bundeswehr bleibt die Lage angespannt: Es gebe eine "Vielzahl von Bombendrohungen und Anschlagsmeldungen", sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", wonach sich die Lage deutlich verschärft habe, wollte er aber nicht bestätigen. Das Blatt hatte berichtet, in einem Papier der Bundeswehrführung werde vor Anschlägen auf deutsche Soldaten gewarnt. Nach einem internen Lagebericht gebe es zudem Hinweise auf eine "mögliche Entführung deutscher Offiziere".

"Wir sind von vornherein nach Afghanistan gegangen, weil die Lage weder ruhig noch stabil ist", sagte der Sprecher des Einsatzführungskommandos weiter. Es sei zwar richtig, dass Deutschland mit Übernahme des ISAF-Kommandos eine größere Rolle in Afghanistan übernehme; aber die Zusammenarbeit mit den afghanischen Behörden sei sehr eng. Zudem sei die deutsche Truppe in der afghanischen Bevölkerung sehr angesehen. Erst am Freitagabend waren Geschosse nahe des deutschen Stützpunkts "Camp Warehaus" in Kabul eingeschlagen. "Derzeit gibt es aber keine Anzeichen für einen Anschlag", betonte der Sprecher. (APA/AFP)

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