Djindjic will tausend jugoslawische Sicherheitskräfte im Kosovo

2. Februar 2003, 14:13
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Serbischer Regierungschef verweist auf UN-Resolution

Belgrad - Der serbische Regierungschef Zoran Djindjic hat von der NATO die Zustimmung zur Rückkehr von 1.000 jugoslawischen Soldaten und Polizisten in das Kosovo gefordert. In einem Schreiben an den NATO-Kommandanten für Südeuropa, Admiral Gregory Johnson, habe Djindjic auf die UN-Resolution zum Kosovo verwiesen, die eine Präsenz von Kräften Belgrads in der Süd-Provinz ermögliche, berichteten serbische Medien am Sonntag.

"Deshalb bitte ich Sie, in Übereinstimmung mit ihrem Mandat für eine schnelle Erfüllung der Bestimmungen in der Resolution 1244 zur Rückkehr von bis zu 1000 Sicherheitskräften aus dem Mutterland zu sorgen", schrieb Djindjic an den Admiral, der das Kommando über die NATO-Soldaten auf dem Balkan führt. Er forderte zugleich, bei der Übergabe von Amtsgewalten an lokale Sicherheitskräfte die Souveränität Serbiens und Jugoslawiens zu achten.

Das Kosovo steht seit 1999 unter UN-Verwaltung, nachdem die NATO mit einem Krieg gegen Jugoslawien den Abzug von Truppen Belgrads erzwungen hatte. Für eine Übergangszeit soll die Provinz Autonomie innerhalb Jugoslawiens genießen. Die Frage nach einer Unabhängigkeit der Provinz, wie sie die albanische Mehrheitsbevölkerung fordert, ist bisher unbeantwortet geblieben. Die Albaner lehnen eine Rückkehr serbischer Truppen ab. (APA/dpa)

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