Swisscom-Angestellte fordern 38-Stunden-Woche

2. Februar 2003, 09:18
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Maßnahme soll die 1050 gefährdeten Arbeitsplätze retten

In Bern haben sich am Samstag 100 Delegierte der Gewerkschaft Kommunikation zur Swisscom Firmenkonferenz getroffen. Im Zentrum der Beratungen stand der geplante Stellenabbau von über 1000 Arbeitsstellen bei Swisscom. Die Delegierten haben laut eigenen Angaben einstimmig beschlossen, sich mit allen gewerkschaftspolitischen Mitteln gegen den Stellenabbau zu wehren. Die Gewerkschaftsleitung wurde beauftragt, eine nationale Kampagne zur Einführung der 38-Stunden- Woche bei Swisscom zu lancieren.

Einseitig

Die Delegierten stimmten einem Antrag zu, die Arbeitszeitreduktion zur Sicherung des Arbeitsplatzes einseitig durch die Beschäftigten einzuführen. Die Mitarbeitenden werden aufgerufen, zu diesem Zweck spontane "Arbeitszeitpausen" durchführen. Die Swisscom hatte Mitte Jänner angekündigt, rund 1050 Stellen streichen zu wollen. Die Gewerkschaften wollen den Abbau angesichts der vollen Swisscom-Kassen nicht akzeptieren. (APA)

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