Ursachensuche: Möglicherweise versagte Hitzeschild

1. Februar 2003, 17:53
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Astronaut: Falscher Winkel bei Eintritt in Atmosphäre möglich

Berlin - Der Absturz der US-Raumfähre Columbia ist nach Ansicht eines Experten möglicherweise auf ein Versagen des Hitzeschildes zurückzuführen. Möglicherweise habe der Hitzeschild des Shuttles versagt, sagte der deutsche Raumfahrtexperte Heinz-Hermann Koelle am Samstag dem Nachrichtensender n-tv.

Der italienische Astronaut Umberto Guidoni sagte der Nachrichtenagentur ANSA, möglicherweise sei die Columbia im falschen Winkel in die Erdatmosphäre eingedrungen. Den Fernsehbildern zufolge sei sie in mindestens drei Teile zerbrochen. "Die Rückkehr in die Erdatmosphäre ist einer der schwierigsten Momente bei der Mission der Raumfähre. Eine Abweichung um einige Grad kann eine Katastrophe wie die heutige provozieren", sagte Guidoni, der an zwei Weltraumflügen teilnahm.

Im US-Nachrichtensender CNN sagte ein Experte, Space-Shuttles seien für 100 Flüge ausgelegt. Für die Columbia sei es erst der 28. Flug gewesen. Der Absturz könne aber trotzdem mit dem Alter des Shuttles zusammenhängen. (APA)

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