Lange Haftstrafen für iranische Meinungsforscher

1. Februar 2003, 16:59
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Angeblich falsche Umfrage zu Wiederaufnahme der Beziehungen zu USA veröffentlicht

Teheran - Zwei Mitarbeiter eines iranischen Meinungsforschungsinstituts sind am Samstag zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Nach Informationen der Internet-Nachrichtenseite http://www.baztab.com hatten sie im Auftrag von reform-orientierten Parlamentariern eine Umfrage durchgeführt, die zeigte, dass drei Viertel der Iraner für eine Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zu den USA seien.

Die konservative Justiz warf den Angeklagten vor, dass die Firma nicht offiziell registriert und daher nicht zu dieser Umfrage befugt gewesen sei. Außerdem seien die Ergebnisse, die auch von der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA verbreitet worden waren, falsch. Die Mitarbeiter, von denen einer als Dissident bekannt ist, wurden zu Haftstrafen von acht bzw. sieben Jahren verurteilt. Der Chef des Unternehmens kann mit einer leichteren Strafe rechnen, da er sich vor Gericht für die Umfrage entschuldigt hat. (APA/dpa)

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