Terrorangst: Mission im Zeichen strenger Sicherheitsvorkehrungen

1. Februar 2003, 16:29
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Columbia war mit erstem israelischen Astronauten im All - Angst vor Anschlägen, Startphase mit Kampffluzeugen gesichert

Washington - Die US-Raumfähre Columbia war am 16. Jänner mit sieben Astronauten, darunter dem ersten Israeli zu einer reinen Wissenschaftsmission ins All gestartet. Dabei herrschten aus Angst vor Anschlägen die bisher strengsten Sicherheitsvorkehrungen bei einer solchen Mission.

Kampfflugzeuge sicherten zu Startphase den Luftraum, und auch auf dem Boden wurden die Kontrollen verstärkt. Auch die Presse erfuhr diesmal nicht, wann die Astronauten aus Houston in Cape Canaveral eintreffen sollten.

Der Israeli Ilan Ramon, der 48-jährige Sohn einer Auschwitz- Überlebenden, erklärte, er wolle mit seinem Flug dazu beitragen, dass seine Landsleute ihre Probleme wenigstens für eine kurze Zeit vergessen. Obwohl er selbst kein streng gläubiger Juden sei, wolle er im All ein Zeichen setzen. So wird er der erste Mensch im Orbit sein, der koschere Nahrung zu sich nimmt. In Gedenken der Opfer des Holocaust nahm Ramon eine Mond-Zeichnung eines im Konzentrationslager ermordeten jüdischen Jungen mit an Bord. (APA/dpa)

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    Ilan Ramon

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