Die Spielverderber

1. Februar 2003, 17:46
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Super G-Titelverteidiger Daron Rahlves fühlt sich stark genug, die Österreicher erneut zu düpieren. Auch die Schweizer und Norweger müssen hoch eingeschätzt werden

St. Moritz - Die stärksten Kontrahenten der Österreicher im Super G am Sonntag kommen aus der Schweiz (Cuche, Defago, den USA (Rhalves, Miller), Norwegen (Aamodt, Kjus) und Liechtenstein (Büchel).

Titelverteidiger Daron Rahlves sieht sich zwar nicht als Favorit, traut sich aber durchaus eine Medaille zu. In St. Anton hat er Maier und Eberharter geschlagen, seiter im Super G keinen Podestplatz mehr erreicht. Mittlerweile gilt die Abfahrt als seine stärkste Disziplin. Rahlves: "Ich habe mich insgesamt schon lange nicht mehr so gut gefühlt und weiß, dass ich verdammt schnell sein kann. Ich weiß, dass ich in der Lage bin, St. Anton zu wiederholen."

Bode Miller wird in St. Moritz vermutlich alle fünf Rennen bestreiten, kennt die WM-Pisten ebensowenig wie Rhalves. "Ich erhoffe mir schon einige Medaillen, im Super G gehöre ich aber eher nicht zu den fünf Topläufern, die zu favorisieren sind", meint er im Vorfeld des Rennens.

Was machen die Norweger?

Noch schwerer als sonst, sind diesmal die Norweger einzuschätzen. Ihr Trainer Marius Arnesen wird am Sonntag der Kursetzer sein, sicher kein Nachteil. Die beeindruckende Bilanz bei Großereignissen ist allerdings bekannt: Kjetil-Andre Aaamodt hat seit Saalbach 1991 bei allen Großereignissen außer Nagano (Olympia) jeweils zumindest eine Medaille geholt. Wie Lasse Kjus hat er zehn WM-Medaillen zu Buche stehen, beide können damit in St. Moritz den Rekord des erfolgreichsten WM-Starters Marc Girardelli (11) übertreffen. "Viele sind bei Weltmeisterschaften nervös, weil sie nur eine oder zwei Chancen haben. Ich bekomme fünf, kann es also ruhig angehen", meint Aamodt. Kjus kam im im Weltcup bisher nicht recht in Schwung, er hat auch Probleme mit dem Material. In den letzten Rennen war allerdings ein leichter Aufwärtstrend festzustellen.

Eidgenossen im Weltcup stark

Die Schweizer stellen mit den beiden Didiers Cuche und Defago zwei Saisonsieger. stellen, rechnet sich vor allem Cuche viel aus. "Ich bin aber auch froh, dass bei der WM weniger Österreicher fahren als im Weltcup", scherzte Cuche. (APA/red)

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    montage: derstandard.at
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