Wieder zwei Tote bei Lawinenunglück in der Obersteiermark

1. Februar 2003, 17:15
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Tourengeher kamen am Seckauer Zinken ums Leben - Fünf Tote binnen drei Tagen

Graz - Ein Lawinenunglück am Seckauer Zinken in den Niederen Tauern hat am Samstag in der Obersteiermark zwei Tourengehern das Leben gekostet. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Exekutive um zwei etwa 40 Jahre alte Männer aus dem Bezirk Leoben. Der Bergung in den Nachmittagstunden war eine mehrstündige groß angelegte Suche vorangegangen.

Ein Augenzeuge, der aus einiger Entfernung die Lawine beobachtete und auch sah, dass vermutlich zwei Tourengeher von den Schneemassen mitgerissen wurden, hatte gegen 11.30 Uhr via Handy die Gendarmerie informiert. Die Lawine war in der Südrinne des 2.400 Meter hohen Seckauer Zinken abgegangen.

Der als mächtig beschriebene Lawinenkegel wurde seit etwa 12.00 Uhr von Einsatzkräften der Alpingendarmerie und des Bergrettungsdienstes abgesucht. Drei Hubschrauber des Innenministeriums und des Bundesheeres transportierten die Helfer zum Einsatzort in etwa 2.000 Metern Seehöhe. Insgesamt waren rund 100 Personen und zahlreiche Suchhunde im Einsatz. Die Toten wurden nach Angaben der Gendarmerie um 15.30 Uhr und 16.00 Uhr geborgen.

In den obersteirischen Bergen herrscht seit Tagen erhöhte Lawinengefahr. Erst am Donnerstag hatte im nicht weit entfernten Pusterwald eine Lawine drei Tourengeher unter sich begaben. (APA)

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