Verkehrsverbund Ost-Region erhöht Tarife

1. Februar 2003, 12:28
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Arbeiterkammer kritisiert, fordert mehr moderne Züge, Pünktlichkeit und gesteigerten Service

Wien - Tariferhöhung ab 1. Februar: Die Tarife des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR) wurden um bis 8,4 Prozent angehoben. Davon betroffen sind rund 200.000 Pendler in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Die Arbeiterkammer (AK) kritisiert die Preiserhöhung und fordert moderneres Wagenmaterial sowie gesteigerten Service und mehr Pünktlichkeit.

"Arbeitswege werden erneut teurer"

"Die Arbeitswege werden erneut teurer - obwohl in den vergangenen Wochen tausende Pendler zu spät zur Arbeit gekommen sind, weil Zugsgarnituren aus den sechziger Jahren auf offener Strecke den Geist aufgegeben haben", bemängelte die Leiterin der AK-Wirtschaftsabteilung, Maria Kubitschek. "Die Fahrgäste sind oft wie Sardinen zusammengepfercht, weil die Züge mit weniger Waggons geführt werden und darüber hinaus Heizungen praktisch nicht funktionieren."

Die AK rechnet vor: Eine Monatskarte von Tulln nach Wien kostet statt bisher 73,40 Euro seit Samstag 79 Euro. Während die Tarife für Monatskarten um bis zu 7,6 Prozent angehoben werden, sind es bei Wochenkarten bis zu 8,4 Prozent. "Das ständige Drehen an der Preisschraube muss ein Ende haben", forderte Kubitschek.

Auslöser für die VOR-Tariferhöhung ist die jüngste Preissteigerung der ÖBB vom 1. Jänner 2003, heißt es in der AK-Aussendung. Der VOR ist demnach verpflichtet, diese Anhebung der Bundesbahnen zu übernehmen. Kubitschek: "Ziel muss es sein, für Pendler den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel attraktiv zu machen. Mit ständigen Verteuerungen - noch dazu bei schlechter werdender Qualität - wird das nicht gelingen." (APA)

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vor.at

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