Sinnlicher Auto fahren

5. Mai 2005, 19:25
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Hersteller erforschen Wechselspiel zwischen Mensch und Maschine

Mithilfe genauerer Sensoren, Messmethoden und Computersimulation können Autos immer besser gestaltet werden, sowohl, was die Funktionen als auch die Qualität angeht. Es ist also oft gar kein Problem mehr, ein Auto leiser zu machen, Vibrationen aufzuspüren und zu verringern oder das Abgas sauberer zu machen.

Beim Abgas ist das Ziel auch noch relativ leicht zu definieren: So wenig wie möglich. Schwieriger ist es schon bei vielen anderen Kriterien. Genauso wie der Mensch im schalltoten Raum verrückt wird, benötigt er auch Rückmeldungen vom Fahrzeug, die er sinnlich wahrnehmen kann, um Situationen richtig einzuschätzen und Gefahren zu erkennen.

Das Kernproblem: Wir haben in Wirklichkeit mehr als fünf Sinne, zum Beispiel eine Art Gierratensensor im Mittelohr. Stimmen dessen Reize mit den optischen Wahrnehmungen nicht überein, kann einem beispielsweise schlecht werden (Zeitunglesen während der Fahrt). Deshalb sind nicht nur absolute Werte in Dezibel, km/h oder Meter pro Sekunden zum Quadrat für Verbesserungen maßgeblich, sondern auch die Art, wie der Mensch die Umstände aufnimmt.

So beschäftigen die Autohersteller immer öfter Kognitionswissenschafter, die diesem Wechselspiel zwischen Mensch und Maschine auf den Grund gehen und eine Annäherung von Rechenmodellen an tatsächliche menschliche Empfindungen ermöglichen. (rs, AUTOMOBIL, 8.4.2005)

Leserfragen an:

Rudolf Skarics

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