Banken drücken Sparzinsen

2. Februar 2003, 13:16
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Institute starten nächste Zins-Senkungsrunde für täglich fälliges Geld

Wien - So wenig Zinsen wie jetzt haben Sparer für täglich fälliges Geld noch nie erhalten. Laut "Kurier" senken weitere Banken in den nächsten Stunden und Tagen ihre Zinsen. 0,125 bis 1,5 Prozent zahlen Österreichs Großbanken für täglich fällige Spareinlagen nur mehr, vor Abzug der Kapitalertragsteuer von 25 Prozent. Unter Berücksichtigung der aktuellen Inflationsrate von 1,8 Prozent oder Prognose für 2003 in Höhe von 1,4 Prozent sei diese Sparvariante für die Anleger ein "üppiges Verlustgeschäft". Dennoch könnte die recht großzügige Bandbreite der Niedrigzinsen für jederzeit abhebbare Spareinlagen demnächst noch enger werden.

Die BAWAG-/P.S.K.-Gruppe halbiert laut "Kurier" per morgen, 1. Februar, den Zinssatz für täglich fällige Einlagen von 0,5 auf 0,25 Prozent. Und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) reduziere mit Anfang Februar die Zinsen auf die Raiffeisen AnlageCard von 0,75 auf 0,5 Prozent. Auf das täglich fällige Sparbuch zahle die RLB NÖ-Wien schon seit Ende des Vorjahres so wie auch die Erste Bank nur mehr 0,125 Prozent Zinsen.

Keine Änderung bei den Sparzinsen sei bei der Bank Austria-Creditanstalt geplant - außer die Europäische Zentralbank senkt die Leitzinsen, zitiert die Zeitung die Großbank.

Besser als mit dem einfachen täglich fälligen Sparbuch fahren Bankkunden grundsätzlich mit den so genannten Sparkarten. Die Zinsen für diese Sparkarten - ebenfalls täglich abhebbare Einlagen - sind etwas vorteilhafter. (APA)

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