Einnistung der Eizelle

1. Februar 2003, 10:00
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Forscher identifizierten die Moleküle, welche die wachsenden Embryonen mit der Innenseite der Gebärmutter verbinden

Washington - Jüngste Erkenntnisse über den Einnistmechanismus von befruchteten Eizellen in die Gebärmutter könnten neue Wege der Fruchtbarkeitsmedizin erschließen. Forscher der Universität von Kalifornien in San Francisco identifizierten nun die Moleküle, die die wachsenden Embryonen mit der Innenseite der Gebärmutter verbinden. Die Ergebnisse stellten sie in der Wissenschaftszeitschrift "Science" vor.

Moleküle des Embryos und der Gebärmutter verhalten sich laut Koautorin Susan J. Fisher zueinander wie Teile eines Puzzles. Beim Embryo ist dabei das Protein L-Selectin beteiligt. In der Gebärmutter bildet sich als Gegenstück ein Kohlenhydratmolekül.

Dies geschieht den Angaben zufolge jedoch nur in einer sehr begrenzten Zeit während des weiblichen Zyklus. Für die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter ist demnach der richtige Zeitpunkt ausschlaggebend. Von ihren Ergebnissen erhoffen sich die Forscher sowohl neue Hilfen für Frauen mit Kinderwunsch als auch neue Möglichkeiten der Geburtenkontrolle. (APA/AP)

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