Augenarztbesuch für Diabetiker ein Muss

6. Februar 2003, 14:15
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Hoher Blutdruck kann die kleinen Gefäße zur Versorgung der Netzhaut zerstören - Erblindungsgefahr

London - Diabetiker sollten in regelmäßigen Abständen ihre Augen auf Netzhauterkrankungen untersuchen lassen. So könne frühzeitig eine diabetische Retinopathie erkannt werden, eine Netzhauterkrankung, die zur Erblindung führen kann, wie britische Forscher in der Zeitschrift "The Lancet" berichteten.

Die Wissenschafter hatten im Rahmen einer Studie die Daten von 7.600 Patienten mit einem Typ-2-Diabetes untersucht und dabei herausgefunden, wann und in welchen Abständen sie sich am besten vom Augenarzt untersuchen lassen sollten.

Ohne Retinopathie alle drei Jahre

Liege keine Retinopathie vor, sollten Diabetiker alle drei Jahre zur Früherkennungsuntersuchung zum Augenarzt gehen. Werde Insulin gespritzt oder bestehe die Zuckerkrankheit seit mindestens zwanzig Jahren, müsse er jedes Jahr aufgesucht werden. Dies gelte auch, wenn bereits im Augenhintergrund eine Retinopathie bestehe. Bei einer milden Form der Erkrankung an der Netzhaut empfiehlt sich alle vier Monate ein medizinischer Check.

Die Ursachen der diabetischen Retinopathie liegen im hohen Blutzucker sowie in einem hohen Blutdruck begründet. Die kleinen Gefäße zur Versorgung der Netzhaut, werden dadurch im Auge zerstört. Die so entstehenden Augenblutungen können das Sehvermögen stören oder sogar bis zur Ablösung der Netzhaut und zur Erblindung führen. (APA)

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    Blutzuckermessgerät, Insulin-Einmalspritze, Blutzucker-Messstreifen und Insulin-Pen, den viele Diabetiker inzwischen benutzen.

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