Ferienbeginn in Wien und Niederösterreich

2. Februar 2003, 21:19
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420.000 Schüler haben eine Woche schulfrei - Am 7.Februar folgen Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg

Wien - Für rund 420.000 Buben und Mädchen in Wien und Niederösterreich gab es am Freitag das Semesterzeugnis, die so genannte Schulnachricht. Sie hat keinerlei rechtliche Wirkung, betonen Experten, und soll nur eine Orientierung über den Stand der Leistungen für Eltern und Schüler geben. In beiden Bundesländern stehen zu Ferienbeginn trotzdem verstärkt die schulpsychologischen Beratungsdienste im Einsatz.

Drei Staffeln

Insgesamt dürfen sich rund 1,2 Millionen Schüler in Österreich demnächst freuen. In drei Staffeln starten sie nach dem Erhalt der Schulnachricht - dem "Semesterzeugnis" - in die Semesterferien.

Wien und Niederösterreich beginnt

Den Auftakt machen am 31. Jänner die rund 420.000 Schüler in Wien und Niederösterreich, am 7. Februar folgen ihre rund 390.000 Kollegen aus dem Burgenland, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Am längsten gedulden müssen sich die 360.000 Schüler in Oberösterreich und der Steiermark - für sie beginnen die Ferien erst am 14. Februar.

Staffelung soll Verkehrsprobleme lösen

Der Grund für die Staffelung der Semesterferien liegt auf der Hand: Bis 1995 konnten die Länder den Schulurlaub selbst einteilen, brachten meist aber keine bundesweit sinnvolle Lösung zu Stande. Verkehrschaos, überfüllte Pisten und Warteschlangen an den Skiliften waren vorprogrammiert, für Schulbehörden und zuständige Politiker gab es dafür jahrelang mediale Schelte.

Seit 1995 gilt die Regelung mit der zentral vorgegebenen gestaffelten Durchführung der Ferien. Vorteil: In allen drei Wochen sind in etwa gleich viele Schüler samt Eltern unterwegs, die Staus auf den Straßen und den Skipisten halten sich in Grenzen.

Ausnahmen sind seit einer Novelle des Schulzeitgesetzes 1998 nur in sehr eingeschränktem Umfang erlaubt: Das Ministerium kann in Folge gleich lautender Anträge eines Bundeslands und des betreffenden Landesschulrats aus fremdenverkehrspolitischen Gründen den Beginn der Semesterferien mittels Verordnung um eine Woche verlegen. Allerdings dürfen diesem Anliegen verkehrspolitische Gründe oder überregionale Interessen nicht entgegen stehen.

Außerdem gibt es eine lange Vorlaufzeit: Eine entsprechende Verordnung muss laut Gesetzestext schon vor Beginn jenes Kalenderjahres erlassen werden, das den Semesterferien vorangeht. Im Vorjahr hatte Vorarlberg von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und die Ferien um eine Woche vorverlegt. (APA)

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