Der Spion, der aus dem Netz kam

3. Februar 2003, 17:53
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Software kidnappt Internet Explorer: Übernimmt die Kontrolle über den Browser und spioniert persönlich Daten aus

Ein neues Übel geht um Internet. Diesmal handelt es sich allerdings nicht um Spam, Viren oder Würmer, der Bösewicht nennt sich Xupiter.

Bei Xupiter handelt es sich um einen so genannten "Toolbar" für den Internet Explorer. Ist die Software einmal aktiv, ändert sie automatisch die von den UserInnen angesurften Homepages, sendet alles Suchanfragen an Xupiter.com weiter und verhindert zusätzlich das Herstellen der ursprünglichen Browseroptionen.

Selbstständiges Update

Die Spyware nimmt automatisch bei jedem Neustart der betroffenen Maschine ein Update vor und wird auch für viele Systemabstürze verantwortlich gemacht. Manche Xupiter-Versionen laden auch andere Software, die dann unerwartet in Pop-Up-Fenstern auftaucht, herunter.

Software spioniert

Wie in Xupiters Privacy Statement nachzulesen ist, sammelt das Programm zahlreiche Informationen wie die IP-Adresse, Browsertyp und Version, Zeitzone und die Versionsnummern der am Computer installierten Software. Auch die besuchten Websites und die dort verbrachte Zeit werden vermerkt.

Zusätzlich wird den Userinnen eine Xupiter ID zugewiesen, auch Daten über die "gelieferte" Werbung und die jeweilige Antwort der NutzerInnen werden gespeichert.

Deinstallation

Xupiter bietet zwar einen Deinstallationsfunktion, diese funktioniert oft aber nicht oder macht die Dinge nur noch schlimmer, berichten verärgerte UserInnen.
Viele UserInnen klagen, dass sie niemals bewusst die Software installiert hatten, sie nun jedoch nicht entfernen könnten.

Gebündelt

Die Software kann auch mit einigen File-Sharing-Programmen gebündelt sein, um eine Installation zu verhindern, muss die Sicherheitsstufe im Internet Explorer auf "hoch" gestellt sein.

Zur effektiven Deinstallation von Xupiter kann die gratis Software Spybot Search & Destroy (Der Webstandard berichtete) verwendet werden.

Das Xupiter End User Agreement lesen Sie hier.(red)

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