Wichtige Änderungen im Überblick

28. Mai 2003, 15:39
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So läuft ein Rennwochenende ab:

Freitag:
08:30 - 10:30 Uhr: Private Testfahrten
11:00 - 12:00 Uhr: 1. Freies Training
14:00 - 15:00 Uhr: 1. Qualifying

Samstag:
09:00 - 09:45 Uhr: 2. Freies Training
10:15 - 11:00 Uhr: 3. Freies Training
13:30 - 13:45 Uhr: Warm-up
14:00 - 15:00 Uhr: 2. Qualifying

Sonntag:
Rennen

Änderungen im Detail:

Ab 2003:

  • Qualifying: Es gibt nun zwei Einzelzeitfahren, am Freitag und am Samstag. Jeder Pilot fährt dabei jeweils nur eine fliegende Runde und kämpft alleine gegen die Uhr. Im ersten Einzelzeitfahren werden die Startplätze für die Qualifikation am Samstag vergeben. Der Schnellste des Freitags darf dann als Letzter starten.

  • Das Warm-up wird definitiv abgeschafft. Die FIA hat beschlossen, dass die Teams stattdessen einen Tag vor einem Rennen einen kurzen Funktionstest durchführen können.

  • Die Datenübertragung (Telemetrie) von der Box zum Auto wird ab sofort verboten. (Die Datenübertragung vom Auto zur Box wird erst 2004 verboten. Ursprünglich war ein komplettes Telemetrieverbot ab sofort geplant gewesen.)

  • Der Funkverkehr zwischen Box und Fahrer ist erlaubt, wenn - mit dem System keine anderen Daten übertragen werden können - FIA und Fernsehstationen unverschlüsselt mithören können. (Zunächst war ein komplettes Funk-Verbot geplant gewesen.)

  • Der Einsatz des Ersatzautos wird nur genehmigt, wenn ein Rennauto irreparabel beschädigt ist. Wenn ein Rennauto unmittelbar vor dem Start ausfällt, wird im Ersatzauto aus der Boxengasse gestartet.

  • Zwischen dem Qualifikationstraining am Samstag und dem Rennen am Sonntag darf an den Autos gearbeitet werden - aber mit großen Einschränkungen und nur unter Aufsicht der Kontrolleure. Einige Arbeiten erfordern eine Sondererlaubnis. (Ursprünglich hatte die FIA vorgesehen, dass die Autos in den Parc Fermé gebracht werden müssen und keine Arbeiten an den Fahrzeugen vorgenommen werden dürfen.)

  • Das ursprünglich für Saisonbeginn geplante Verbot elektronischer Fahrhilfen wird verschoben. Traktionskontrolle und Startautomatik sind ab dem Grand Prix in Silverstone (20. Juli) nicht mehr erlaubt. Die Startautomatik soll unter gewissen Bedingungen dann ebenfalls verboten sein.

  • Ein neues Prüfsystem soll der FIA die Überwachung des Elektronikverbots erleichtern. Mit einer Kombination aus neuer Technologie und zusätzlichen Sensoren soll die Einhaltung der Regeln geprüft werden. Zusätzlich gibt es Software-Inspektionen.

  • Künftig dürfen am Auto alle Komponenten ausgetauscht werden. Die Teams werden dazu eingeladen, einstimmig die Löschung des betreffenden Paragrafen im Concorde Agreement vorzunehmen, der es einem Konstrukteur verbietet, eine Komponente (abgesehen vom Motor oder dem Getriebe), die von einem anderen Konstrukteur entworfen oder hergestellt wird, einzusetzen.

  • Die FIA stuft das Training am Freitag als Privattest ein. Die teilnehmenden Teams können dann tun und lassen, was sie wollen.

    Ab 2004:

  • Die geplante Einführung einer elektronischen Standardkontrollbox wurde wieder verworfen.

  • Beim privaten Freitagstraining kann ein zweiter Motor eingesetzt werden. Danach gilt die Ein-Motoren-Regelung.

  • Die großen Motorenhersteller werden gebeten, auch andere Teams mit einem konkurrenzfähigen Motor zu erschwinglichen Preisen auszustatten.

  • Nach Rücksprache mit den Teams wird eine Liste von wichtigen Komponenten vorbereitet, die wie der Motor während eines Rennwochenendes ab dem Jahr 2004 nicht ausgewechselt werden dürfen.

  • Ein Standard-FIA-Heckflügel und Seitenplatten werden an allen Autos montiert.

  • Standardbremsen werden eingeführt.

    Ab 2005:

  • Ein Motor muss nun für zwei Rennen halten.

  • Auch andere wichtige Komponenten müssen länger halten.

  • Der Strafenkatalog wird überarbeitet.

    Ab 2006:

  • Ein Motor muss für sechs Rennen halten.

  • Weitere Kosten sollen, allerdings mit Zustimmung der Teams, eingespart werden. (APA/dpa)
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