100 Jahre "Der Baumeister"

30. Dezember 2002, 12:59
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Münchener Architektur- Zeitschrift mit Renommee feiert Jubiläum mit Spezialheft

München - Ein Jubiläum kann der Münchner Callwey Verlag feiern: Das von ihm herausgegebene Fachblatt "Der Baumeister - Zeitschrift für Architektur" feiert mit der Januar-Ausgabe sein 100-jähriges Bestehen. Das Monatsblatt zählt zu den renommiertesten und größten Architektur-Zeitschriften und erscheint in einer Auflage von rund 25.000 Exemplaren. Das Themenspektrum reicht von der Stadtplanung bis zum Entwurf von Energie sparenden Fassaden.

Das Jubiläums-Heft ("B100") verbindet nach Verlagsangaben Vergangenheit und Gegenwart. Für jedes Jahrzehnt sei ein "Pate" bestimmt worden, sagte Chefredakteur Wolfgang Bachmann, der sich einen Beitrag aussuchen und ihn durch ein eigenes Werk mit der Gegenwart verbinden sollte. Die Autoren (u.a. Otto Steidle, Winfried Nerdinger, Louisa Hutton, Thomas Herzog) hätten diese Arbeit ganz eigenwillig gelöst. So stellt beispielsweise für die Zeitspanne von 1903 bis 1909 Friedrich Kurrent Otto Wagner als modernen Architekten vor, für 1980-1989 schwärmt Michael Schumacher für den Hightech-Barock von Geha-Füllern und Foster-Bauten.

Einkaufstour anno 1904

Am 1. Januar 1884 eröffnete der Westfale Georg D. W. Callwey in München unter seinem Namen eine Verlagsbuchhandlung. Um das junge Unternehmen auf sichere Beine zu stellen, kaufte er eine Reihe von Fachzeitschriften, 1904 die im Verlag Bruno Hessling 1902 gegründete Architekturzeitschrift "Der Baumeister - Monatshefte für Architektur und Baupraxis".

Nach und nach sei es gelungen, das Image einer süddeutsch-bayerischen Zeitschrift abzulegen und zum Beispiel mit Sonderheften über das Bauen von Finnland bis Israel und von Brasilien bis Japan zu einem Forum internationaler Architekturkritik zu werden. (APA/dpa)

  • Teil des Rückblicks: Thema Otto Wagner
    foto: callwey

    Teil des Rückblicks: Thema Otto Wagner

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