Äußerst seltener Wal an japanischer Küste angeschwemmt

26. Dezember 2002, 20:22
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Mesoplodon Pacificus, der "Longman's Wal", wurde bislang erst fünfmal identifiziert

Tokio - Japanische Wissenschafter haben das erste vollständig erhaltene Exemplar einer äußerst seltenen Walart identifiziert. Wie der Meeresforscher Nobutaka Kubo vom Nationalen Wissenschaftsmuseum am Donnerstag mitteilte, strandete und verendete der zur Familie der Schnabelwale gehörende, 6,5 Meter lange Longman's Wal (Mesoplodon Pacificus) im vergangenen Juli an einem Strand der südjapanischen Präfektur Kagoshima und wurde zunächst dort vergraben.

Nachdem es Hinweise gab, dass es sich um eine äußerste seltene Art handeln könnte, wurden die Überreste wieder ausgegraben und genauer untersucht. DNS-Proben ergaben eine Übereinstimmung mit einem von nur fünf bisher gefundenen Überresten eines Longman's Wal. Bei den vor Australien, Somalia und Südafrika gefundenen Teilen handelte es sich zudem um jüngere und noch nicht ausgewachsene Tiere oder Skelett-Fragmente.

Der Fund in Japan ist das erste vollständige Skelett eines ausgewachsenen, weiblichen Tieres. Longman's Wale, auch Indo-Pazifische Schnabelwale genannt, sehen wie ein vergrößerter Delfin aus. Wissenschafter erhoffen sich von der Entdeckung Aufschluss über die Lebensweise der Walart, über die bisher fast nichts bekannt ist.(APA/AP)

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