Two Wings: Die Dividende als Spende

23. Dezember 2002, 14:14
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Anleger der Wiener Partner Bank können einen Beitrag gegen die Schere zwischen Arm und Reich leisten

Wien - Anleger bei der Wiener Partner Bank können quasi automatisch einen kleinen Beitrag gegen die Schere zwischen Arm und Reich leisten. "Two Wings" heißt die Initiative von Gerhard Schweter, die ausschließlich Ausbildungsprojekte von Mädchen und Frauen in Dritte-Welt-Ländern fördert.

Einige Tausend Anleger in Österreich investieren bereits in verschiedene Aktienkörbe der Partner Bank, bei denen die Dividenden gespendet werden können. Laut Schweter liegt die Spendenquote bei rund 28 Prozent, deren Widmungsquote wiederum bei 95 Prozent. Etwas mehr als 100.000 Euro dürften so auch heuer zusammen kommen.

2003 hofft Schweter auf einen Durchbruch seines Projektes, also auch auf institutionelle Gelder und Veranlagungen von Stiftungen. Das neueste Produkt dafür ist ein Aktienkorb aus Titeln der Sicherheitsbranche "First Safety", der über eine Laufzeit von acht Jahren mittels Nullkupon-Anleihe auch eine Kapitalgarantie beinhaltet.

Die durchschnittlichen Gesamtspesen der Produkte belaufen sich auf 1,7 Prozent vom Depotwert, sind also geringer als bei Fonds.

Schweter selbst widmet sich der Verbreitung von Two Wings und trainiert zusätzlich Finanzberater. Bei der Partner Bank ist er mit seinem Projekt angesiedelt, weil keine der heimischen Großbanken besonderes Interesse gezeigt habe und "solche Produkte auch sehr beratungsintensiv und daher bei einem kleinen Institut gut aufgehoben" sind. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 23.12.2002)

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