Projektoren sorgen für klaren Durchblick

20. Dezember 2002, 19:18
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Der Markt für Beamer wächst ständig - Neben Schulen und Firmen wollen auch immer mehr Privatkunden einen Projektor

Wien - Unzählige Anbieter für Projektoren gibt es. In Österreich ist Sony die stärkste Marke, gefolgt von Philips. Alle Hersteller bieten Geräte sowohl für den Geschäftskunden als auch Privatpersonen an. Deren Anforderungen sind unterschiedlich:

Businessbereich:

Hohe Helligkeit des Geräts ist notwendig, damit bei allen möglichen Lichtverhältnissen ein gutes Bild auf die Leinwand geworfen werden kann. Die Helligkeit, gemessen in Lumen, sollte ab 2000 Lumen betragen, damit auch in hellen Räumen eine Präsentation möglich ist. Außerdem wichtig: Da die Bilderwerfer meist viel transportiert werden müssen, sollten sie nicht zu schwer sein. Es gibt bereits Geräte, die nicht viel mehr als drei Kilogramm wiegen.

Privatbereich:

Größe und Gewicht spielen eine untergeordnete Rolle, da die Beamer im Wohnzimmer, manchmal an der Decke, fix montiert werden. Als ideale Lichtstärke genügen 1000 Lumen. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Leinwand, je kleiner der Raum, umso weniger Helligkeit reicht aus, um ein gutes Videobild im verdunkelten Raum zu erhalten. Wichtig außerdem: Das Gerät sollte möglichst leise sein.

Im Geschäftsbereich, wo vor allem Laptops an den Projektor angeschlossen werden, genügt ein 4:3-Format, das das Seitenverhältnis Höhe zur Breite definiert. Heimprojektoren sind für das Breitformat 16:9 optimiert, das ideal für DVD- und Videovorführungen ist. Auch ein Fernseher oder eine Spielekonsole kann an diese Projektoren angeschlossen werden.

Grundsätzlich ist jeder datentaugliche Projektor auch videotauglich. Manche Projektoren verfügen aber von Haus aus nicht über die nötigen Eingänge, andere Projektoren benötigen erst einen separat zu erwerbenden Zusatz (Videoboard). Praktisch ist auch eine USB-Schnittstelle.

In beiden Segmenten haben die Hersteller Geräte in allen Preisklassen im Angebot. Die Einstiegspreise beginnen bei 2000 Euro und reichen bis zu 6000 Euro. Für Firmen sind die Topgeräte netzwerkfähig, eine Entwicklung, die laut Josef Weitz von Sony Austria erst am Anfang steht.

Projektionsflächen

Im Geschäftsbereich dient in der Regel eine simple Leinwand als Projektionsfläche, im Wohnzimmer ist es oftmals nur eine weiße Wand. Allerdings, weiß Roland Koller vom Wiener Home Cinema & DVD Store, wird auch da gerne investiert. Insbesondere im Präsentationsbereich verwenden Firmen wie Milchglas aussehende Scheiben, so genannte Rückprojektionsflächen, wie sie von den Firmen Stewart oder Da-Lite um 5000 Euro aufwärts angeboten werden. Der nicht im Preis inbegriffene Projektor steht dabei hinter der knapp vier Zentimeter tiefen Scheibe.

Da sich die Lebensdauer eines Projektors über die Lampe definiert, sollte man vor der Entscheidung für ein Gerät herausfinden, ob Ersatzlampen erhältlich sind und wie teuer sie sind. Die Lampen halten je nach Qualität 1000 bis 2000 Stunden; Ersatzlampen können 400 Euro und mehr kosten.

Für den Einsatz im Wohnzimmer wichtig ist der ideale Aufstellplatz. Der minimale Abstand zur Projektionsfläche sollte das Doppelte der Bildlänge sein. Der Projektor sollte so aufgestellt sein, dass die Unterkante des Bildes bei etwa 1,20 Meter beginnt. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Printausgabe 21.12.2002)

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    Das Homecinema-Gerät Garbo von Philips kostet knapp 2500 Euro und hat eine Lampenlebens- dauer von 6000 Stunden.

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