Auch alternative Internetanbieter wollen staatliche ADSL-Förderung

19. Dezember 2002, 13:33
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Allerdings nur bei Teilung der Telekom Austria in Absatz und Infrastruktur

Breitband-Internet sollte in Österreich staatlich gefördert werden. Das fordert nach der Telekom Austria nun auch der Verband der Internet Service Provider Österreichs (ISPA). Internet-Breitbandzugänge zu günstigen Preisen für alle Haushalte stellten sicher, dass Österreichs Wirtschaft wieder an Fahrt gewinne. Wie der Straßenbau müsse auch der Daten-Highway öffentlich gefördert werden, erklärte ISPA-Generalsekretär Kurt Einzinger am Donnerstag in einer Pressemitteilung.

Eindeutig ein öffentliches Interesse

Für einen Internet-Breitbandzugang zu allen Haushalten bestehe eindeutig ein öffentliches Interesse. Der Ausbau sei sowohl aus wirtschafts- und standortpolitischer Sicht als auch aus der Perspektive der Entwicklung der Informationsgesellschaft für Österreich von großer Bedeutung.

Wichtig, so die ISPA weiter, sei aber, dass tatsächlich nur der Infrastrukturausbau öffentlich gefördert werde. Der Verband, in dem die alternativen Internetbetreiber Österreichs zusammengefasst sind, fordert daher eine Teilung des früheren Monopolisten Telekom Austria in Infrastruktur und Absatz.

Gleiche Bedinungen

Der Daten-Highway müsse von allen Betreibern zu gleichen Bedingungen genutzt werden können. Nur so würden faire Wettbewerbsbedingungen für die Internetanbieter erreicht und für die Kunden Produktvielfalt und Innovation zu billigeren Preisen sichergestellt, meint die ISPA.(APA)

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