Fettarme Joghurts sind meistens Zuckerbomben

20. Dezember 2002, 18:50
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Fruchtjoghurts gelten als gesunde Helfer im Kampf gegen unnötige Kilos, doch der Zuckergehalt steht selten am Becher...

Wien - Viele fettarme Fruchtjoghurts enthalten unnötig viel Zucker. Das hat ein Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" (Jänner-Ausgabe) ergeben.

Advent, Weihnachten und Silvester sind ernährungstechnisch "fette" Zeiten. Als Vorsatz fürs Neue Jahr steht danach bei vielen Österreichern "Abnehmen" an oberster Stelle. Fettarme Fruchtjoghurts gelten als gesunde Helfer im Kampf gegen unnötige Kilos, vor allem, wenn der Gusto auf Süßes übermächtig wird.

Die "Konsument"-Tester nahmen 33 Produkte unter die Lupe, die als "fettarm" oder "fettreduziert" angepriesen werden. Untersucht wurde der Anteil an Fett und an Zucker.

Insgesamt gab es wenig zu beanstanden; die "Fettarmen" schmecken so gut wie normale Joghurts. Aber die große Bandbreite, mit der die Hersteller die Süße dosieren, fiel auf.

Diät-Helfer" enthalten sechs bis immerhin 16 Prozent Zucker

Die "Diät-Helfer" enthalten sechs bis immerhin 16 Prozent Zucker. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Kennzeichnung des Zuckergehalts gibt es nicht. "Das ist bei Lebensmitteln, die von den meisten zur Verringerung des Körpergewichts eingesetzt werden, eine echte Lücke", kritisieren die Verbraucherschützer. Schließlich schlägt sich nicht nur das Fett auf die Figur. Hinweise gibt der Kaloriengehalt, der muss auf dem Becher angegeben sein.

Selbst gemacht: Ein Magerjoghurt mit einem Püree aus frischen Früchten vermischt erwies sich im Geschmackstest als beliebte zuckersparende Alternative.(APA)

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