Entschädigung für Red Bull

17. Dezember 2002, 16:51
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Gerichtsstreit um Markennamen kostet Schweizer Mitbewerber "mehrere hunderttausend Franken"

Baar - Der Vergleich zwischen dem österreichischen Soft- Drink-Hersteller Red Bull und der eidgenössischen Mineralquelle Zurzach AG kostet die Schweizer mehrere Hunderttausend Franken. Gestritten wurde um die Namen "Red Bull" und "red bat". Im September hatten sich die beiden Partien darauf geeinigt, dass die Mineralquelle Zurzach AG den Vertrieb des Energy Drinks "red bat" einstellt. "Die Entschädigung, die wir der Red Bull GmbH zu bezahlen haben, beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken", sagte ein Sprecher der Mineralquellen am Dienstag auf Anfrage der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Zudem müssen die Schweizer die Gerichtskosten des gesamten Verfahrens vor dem Handelsgericht Zürich übernehmen. Mit der Einigung soll der Markenstreit nun aber vom Tisch sein.

"Power Bat"

Der österreichische Soft-Drink-Hersteller hatte mit einer Klage ein vorläufiges Verkaufsverbot für das Konkurrenzprodukt "red bat" in der Schweiz erwirkt. Er hatte argumentiert, dass sich der Stier und die Fledermaus auf den Dosen zu sehr glichen und die Namen der Drinks zum Verwechseln ähnlich seien. Die Mineralquelle Zurzach AG verkauft das Getränk seither neu unter dem Namen "Power Bat". Verändert wurde auch die Dose, um weitere Ähnlichkeiten mit Red Bull aus dem Weg zu räumen. Das Getränk selbst ist jedoch immer noch das gleiche. (APA/sda)

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    Red Bull legt Markenstreit mit Schweizer Konkurrenten bei.

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