Wie kommt der Schnee in die Schneekugel?

17. Dezember 2002, 13:08
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Ein eigenes Museum soll das Geheimnis lüften...

Wien - Auch wenn der Winter eben erst so richtig begonnen hat, ist die Zeit der weißen Pracht begrenzt - denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt. Doch das Tauwetter wird nicht in ganz Wien erfolgreich sein: Im neuen "Original Wiener Schneekugelmuseum" ist nämlich Dauerschneefall angesagt. Rund 500 Exemplare der beliebten Geschenkartikel sind ab Donnerstag auf dem Gelände der Firma Erwin Perzy in Hernals zu bestaunen.

Herstellung der Kugeln

In drei kleinen Räumen sind aber nicht nur die Endprodukte ausgestellt, wie Firmenchef Erwin Perzy III. betonte. Auch alte Maschinen zur Herstellung der Kugeln sowie eine Dokumentation des Produktionsablauf und der Geschichte des Hauses gibt es zu sehen.

Schnee war aus gemahlenem Gries

Firmengründer Erwin Perzy I., der Großvater des Neo-Museumsdirektors, hat erstmals im Jahr 1900 den Schneesturm in der Wasserkugel angefacht. Erstes Modell war die Basilika von Mariazell. "Der Schnee damals war aus gemahlenem Gries", berichtete Perzy III. Inzwischen sind die Flocken aus einem Kunststoff-Wachs-Gemisch.

Stephandsom und Riesenrad

Das Unternehmen stellte immer neue Szenen her und in den zwanziger Jahren waren bereits Schneekugeln mit Durchmessern von 20, 40 und 60 Millimetern im Handel. Heute produziert die Familie Kugeln bis zu 120 Millimeter Durchmesser. Die Motive reichen von Klassikern wie Stephandsom und Riesenrad über Weihnachtsmänner und Schneemänner bis zu Exoten wie Pandas und Elefanten. Einzel- oder Sondermodelle werden ebenfalls angefertigt.

Pro Jahr werden laut Perzy 200.000 bis 500.000 Exemplare verkauft - und das nicht nur in Österreich, sondern auch in Nordamerika. Schneekugeln gibt es bereits ab 5 Euro, die teuersten kosten 20 Euro. (APA)

Das Museum kann tagsüber besucht werden. Fixe Öffnungszeiten gibt es nicht. Der Eintritt ist frei. Adresse: Schumanngasse 87, 1170 Wien.
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