Dritter Adventsamstag: Viel geschaut, wenig gekauft

15. Dezember 2002, 22:28
19 Postings

Bittere Bilanz für den Handel: Tausende schlenderten durch die Einkaufsstraßen, kauften aber nur wenig ein

Wien - Der Handel muss wohl Abschied von den Hoffnungen nehmen, dass die heurigen Dezemberumsätze auf dem Vorjahresniveau zu liegen kommen werden. 1,4 Milliarden Euro hatten die Österreicher im Vorjahr für Weihnachtsgeschenke ausgegeben.

Am vorigen Samstag mussten die Händler beobachten, wie Tausende durch die Einkaufsstraßen schlenderten, jedoch nur wenig einkauften. Nur der erste der beiden Adventsamstagen hatte ein nominelles Plus gebracht, und der zweite Einkaufssamstag kaum mehr Umsätze als im Vorjahr. "Nach zwei Drittel des Weihnachtsgeschäftes muss man sagen, dass es wahrscheinlich etwas unter dem Vorjahresniveau liegen wird", sagte der Branchensprecher der Wiener Wirtschaftskammer, Fritz Aichinger, dem ORF. Das Wiener Rekordergebnis von 400 Mio. Euro im Vorjahr werde heuer wahrscheinlich nicht erreicht. Nicht einmal durch Preisnachlässe seien die Menschen zum Kaufen animiert worden.

Hoffnuung auf Last-Minute-Einkäufe

Die besonders betroffenen Branchen - Textil- und Sportartikelhandel - hoffen auf Last-Minute-Einkäufe. Etwas besser ging es den Verkäufern von Schmuck, Elektrogeräten und Kosmetika.

Als Hoffnungsschimmer sehen die Händler das letze Adventwochenende inklusive der beiden Tage vor Weihnachten: "Viele haben da schon frei und verwenden die Zeit zum Geschenkekauf." Entgegen dem bundesweiten Trend klingelten in Kärnten die Kassen. Den Grund sahen die Kärntner Händler darin, dass die tiefen Temperaturen Weihnachtsstimmung verbreiteten und zum Shoppen einladen würden. (red, der Standard, Printausgabe, 16.12.2002)

  • Artikelbild
Share if you care.