Nordkorea sieht sich durch neuen James-Bond-Streifen beleidigt

14. Dezember 2002, 23:01
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"Schmutzige und lästerliche Posse sofort stoppen"

Seoul - Nordkorea sieht sich durch den neuen James-Bond-Film "Die Another Day" ("Stirb an einem anderen Tag") verunglimpft: Die USA sollten "die schmutzige und lästerliche Posse sofort stoppen", die darauf abziele, Nordkorea "zu verleumden", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA aus einer Erklärung des Komitees für die Wiedervereinigung mit Südkorea. In dem 20. 007-Abenteuer werden Nordkoreaner als die Verbündeten des Möchtegern-Weltherrschers Gustav Graves dargestellt.

Bond wird nach einem Auftrag in Nordkorea gefangen genommen und gefoltert, und kommt erst nach 14 Monaten in einem Gefangenenaustausch frei. "Stirb an einem anderen Tag" hat in Nordamerika und zahlreichen anderen Ländern einen fulminanten Start an den Kinokassen hingelegt. Mit der US-Produktion solle der kommunistisch regierte Staat "absichtlich verspottet und beleidigt werden", hieß es in der Erklärung aus Pjöngjang weiter. Die USA trachteten nach "interkoreanischer Konfrontation" auf der geteilten Halbinsel.

Die Vereinigten Staaten, deren Präsident George W. Bush Nordkorea auf einer "Achse des Bösen" eingeordnet hatte, seien ein "Reich des Bösen" und Hauptquartier für die "Verbreitung von Abnormalität, Degeneration, Gewalt und korrupter Sex-Kultur".(APA)

  • James Bond mit einem nordkoreanischen Bösewicht im Schwitzkasten
    foto: standard

    James Bond mit einem nordkoreanischen Bösewicht im Schwitzkasten

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