Online-Spiel als Tor der Welten

13. Dezember 2002, 20:20
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Project Entropia vernetzt virtuelle und reale Wirtschaft

Das Online-Spiel Project Entropia wird bei seinem offiziellen Start am 30. Januar 2003 die Maxime "Money makes the world go round" auch auf virtuelle Welten ausweiten. Im Gegensatz zu anderen Games ist das Rollenspiel der schwedischen Softwareschmiede MindArk kostenlos im Web zu haben. Ab diesem Zeitpunkt ist aber Schluss mit "kostenlos". Der Spieler braucht wie im Leben Geld, um in der virtuellen Welt Entropias überleben zu können, und zwar echtes Geld. Die Währung des dreidimensionalen virtuellen Universums, der Project Entropia Dollar (PED), sei in jede wichtige Währung der Welt umrechenbar. Obwohl eine Beziehung zwischen virtuellen Welten und realer Wirtschaft auch beim Spiel EverQuest schon feststellbar war, erreicht die Vernetzung bei Project Entopia eine neue Qualität.

Lebensecht

"Es ist sogar möglich ein Leben in Project Entropia zu führen", versichert Benny Iggland, Chairman von MindArk. Eine virtuelle Marktwirtschaft entwickle sich sehr schnell, verweist er auf die User, die das Spiel seit Mai 2002 testen. Um die Dinge des Überlebens in Entropia zu kaufen, muss der Spieler zunächst echtes Geld in die Währung des Spiels umtauschen. Im Spiel kann dann Handel mit anderen Spielern betrieben werden, wobei sich die Preise schnell nach Angebot und Nachfrage ausrichten. Waren, die gekauft werden, können auch wieder in echte Währungen getauscht werden. Zudem gibt es durch Werbung finanzierte Schätze zu entdecken. Auch sie können wieder in harte Dollars aus der echten Welt gewechselt werden. Da der Spieler ständig Dinge zum Überleben benötigt, muss entweder permanent reales Geld in das Game fließen oder ein profitables virtuelles Leben geführt werden.

Entwicklung

Seit 1997 seien rund 15 Millionen Dollar in die Entwicklung des Spiel investiert worden, so Jan Welter Timkrans, Managing Director von MindArk. Jährlich sollen fünf Mio. Dollar in die Weiterentwicklung des Online-Games gesteckt werden. Bei dem Online-Spiel EverQuest hat Edward Castronova, Wirtschaftsprofessor an der California State University in Fullerton nachgewiesen, dass die virtuelle Währung einen realen Gegenwert hat. Demnach sei die Währung des Spiels mehr wert als der japanische Yen. Beim Wohlstand rangiert das Reich im Web demnach an 77. Stelle der Staatengemeinschaft. (pte)

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