Wieviel kostet ein Arbeitnehmer?

11. Dezember 2002, 16:41
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Statistik Austria: Im Jahr 2000 monatlich 3.114 Euro - Gastronomie hat den geringsten Aufwand, Energissektor den höchsten

Wien - Die durchschnittlichen monatlichen Arbeitskosten je Arbeitnehmer, die sich zu rund 96 Prozent aus den Bruttolöhnen und Sozialbeiträgen zusammensetzen, betrugen im Jahr 2000 in Österreich 3.114 Euro. Mit 22,09 Euro pro Stunde fielen im Dienstleistungssektor geringere Kosten an als im produzierenden Bereich, wo auf eine Arbeitsstunde Arbeitskosten von 23,77 Euro entfielen. Die durchschnittlichen Lohnnebenkosten machten insgesamt im Untersuchungszeitraum 47,3 Prozent aus. Dies geht aus der erstmals durchgeführten Arbeitskostenerhebung im Dienstleistungs- und Produktionsbereich durch die Statistik Austria hervor.

Auffallend niedrig mit 13,27 Euro je Stunde waren die stündlichen Arbeitskosten im "Beherbergungs- und Gaststättenwesen", während die Aufwändungen in der "Energie- und Wasserversorgung" mit 36,34 Euro beinahe drei Mal so hoch ausfielen. Vergleichsweise hoch waren die stündlichen Arbeitskosten auch im "Kredit- und Versicherungswesen" (34,22 Euro je Stunde), im "Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erzen" (27,54 Euro), im "Realitätenwesen" (24,67 Euro) und in der "Sachgütererzeugung" (23,85 Euro). Besonders niedrig waren die Stundenkosten mit 13,85 Euro hingegen bei der "Herstellung von Bekleidung".

Lohnnebenkosten bis zu 48 Prozent

Der Anteil an Lohnnebenkosten erhöht sich mit steigenden Arbeitskosten. So betrugen die Lohnnebenkosten im produzierenden Bereich durchschnittlich 48 Prozent und im Dienstleistungssektor 46,6 Prozent. Den größten Anteil an Lohnnebenkosten zahlten demnach die Arbeitnehmer der "Energie- und Wasserversorgung" (55,7 Prozent) und des "Kredit- und Versicherungswesens" (51,8 Prozent), während beispielsweise im "Beherbergungs- und Gaststättenwesen" nur 42,4 Prozent abgegeben werden mussten.

Insgesamt entfielen 2000 im Durchschnitt 72,9 Prozent der Arbeitskosten auf Bruttolöhne und 23,9 Prozent auf Sozialbeiträge. Der Rest waren Steuern (2,3 Prozent), Berufsausbildungskosten (ohne Lehrlingskosten 0,6 Prozent) und sonstige Aufwendungen (0,5 Prozent). Die Sozialbeiträge bestanden zum überwiegenden Teil aus den gesetzlichen Beiträgen zur Sozialversicherung (76 Prozent), sowie aus Abfertigungen und Abgangsentschädigungen (9 Prozent) und garantierten Lohn- und Gehaltsfortzahlungen im Krankheitsfall (6,4 Prozent). (APA)

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