Saftiges Gehalt für WorldCom-Chef

10. Dezember 2002, 12:14
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1,5 Millionen Dollar Gehalt, zwei Mio. Bonus und Aktienoptionen

Auch als Chef eines insolventen Großkonzerns lebt man nicht schlecht. Der neue CEO der angeschlagenen US-Gesellschaft WorldCom, Michael Capellas, streift ein Jahresgehalt von 1,5 Mio. Dollar ein, zusätzlich einen Bonus von weiteren 1,5 Mio. Dollar und zwei Mio. Dollar Handgeld für die Vertragsunterzeichnung. Im Erfolgsfall stehen dem ehemaligen Compaq-CEO Aktienoptionen in der Höhe von mehreren Mio. Dollar zu. Dies geht laut einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) aus dem Vertragsentwurf hervor, den WorldCom am Montag, dem zuständigen US-Konkursgericht vorgelegt hat.

Intensive Suche

Der noch immer unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 stehende Großkonzern ist zur Vorlage solcher Verträge verpflichtet. Capellas war erst im November als Nachfolger des Interims-CEO John Sidgemore verpflichtet worden. Dem war eine intensive Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden vorausgegangen. Schließlich hätten sich die WorldCom-Vorstände einstimmig auf Capellas geeinigt, teilte WorldCom dem Konkursgericht mit.

WorldCom bezeichnet in seiner Stellungnahme die Höhe der Zahlungen an Capellas als branchenüblich, sie lägen "innerhalb der Bandbreite der Vergütungen, die für Manager vergleichbarer Unternehmen gezahlt werden." Zusätzlich warten auf Capellas im Erfolgsfall – das ist die Abwendung des Gläubigerschutzes – Aktienoptionen in Millionenhöhe. Capellas Dienstvertrag muss nunmehr noch von einem Manhattaner Bundesgericht genehmigt werden. (pte)

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