Wenig Rechte, viele Pflichten

10. Dezember 2002, 16:16
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Freie Dienstnehmer müssen arbeitsrechtlich viele Nachteile in Kauf nehmen - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist auf Rekordniveau - mit Infografik

Wien - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten hat im November mit 215.739 einen neuen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger waren 62.507 Männer und 153.232 Frauen geringfügig beschäftigt. Dazu kommen noch 25.004 so genannte Freie Dienstverträge im abgelaufenen Monat. Hier lautet die Aufteilung 12.616 Männer und 12.388 Frauen.

Der Freie Dienstnehmer gilt in der Sozialversicherung zwar als Unselbstständiger, aber in allen anderen Bereichen als Selbstständiger. Das heißt, im steuerlichen Bereich ist er einkommenssteuerpflichtig, im Arbeitsrecht gelten überhaupt keine Normen, er hat keinen Urlaubsanspruch, keinen Abfertigungsanspruch und keinen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall.

1998 wurden geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufgenommen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen oder nicht. Für den Dienstgeber ist die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen dann Pflicht, wenn er mehrere geringfügig Beschäftigte angestellt hat, die zusammen mehr als das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 301,54 Euro/4.149,28 Schilling) verdienen. (APA)

  • Funktionieren auf Abruf: Das Schicksal vieler geringfügig Beschäftigten und freien Dienstnehmer.
    montage: derstandard.at

    Funktionieren auf Abruf: Das Schicksal vieler geringfügig Beschäftigten und freien Dienstnehmer.

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    Entwicklung geringfügig Beschäftigte.

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