Telekom-Austria hat kein Interesse an bulgarischer Mobiltel

9. Dezember 2002, 18:58
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Konzern lässt Josef Taus abblitzen

Die Telekom Austria/A> steht in keinen Verhandlungen mit den Eigentümern der bulgarischen Mobiltel. Dies sagte TA-Sprecher Martin Bredl im Telefonat mit pressetext.austria. Letzte Woche hatte der ehemalige ÖVP-Politiker und nunmehrige Unternehmer Josef Taus via "Format die Telekom überraschend aufgefordert, den bulgarischen Mobilfunk-Marktführer zu übernehmen.

Wenig angetan

Taus hatte im Januar gemeinsam mit Investoren die Mobiltel um 600 Millionen Euro übernommen, inzwischen soll das Unternehmen bereits das Doppelte wert sein. Doch im Telekom-Konzern ist man von dieser Idee wenig angetan. Die für die Mobilfunkaktivitäten im In- und Ausland zuständige Mobilkom Austria möchte gar nicht kommentieren und verweist auf die Mutter Telekom Austria.

Keine Verhandlungen

Bei der Telekom Austria wiederum beharrt man darauf, dass man in "keinen Verhandlungen mit der Mobiltel oder deren Eigentümern" stünde. Zwar sei die Information korrekt, dass TA-Chef Heinz Sundt im Aufsichtsrat der Mobiltel sitze, aber das habe mit dem gewünschten Einstieg aus Sicht der TA nichts zu tun. Sundt wolle sich weiter nicht zu seiner bulgarischen Aufsichtsratsfunktion äußern.

Die übrigen Ex-Jugoslawischen Märkte werden "beboachtet"

Allgemein verweist die Telekom auf die Strategie der Mobilkom, die Interessen im ehemaligen Jugoslawien verfolge. In Slowenien (SI.mobil) und Kroatien (VIPnet) ist Mobilkom bereits aktiv, die übrigen Ex-Jugoslawischen Märkte werden "beboachtet". Man müsse nicht expandieren, werde dies aber tun, wenn sich eine wirtschaftlich lukrative Aussicht ergäbe, so Bredl. (pte)

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