Das Sams ist bald Dreißig

9. Dezember 2002, 13:46
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Und sein geistiger Vater Paul Maar noch viel eher 65 - Sams-Film machte das rothaarige Wesen mit den Wunschpunkten endgültig zum Kult

Hamburg - Wenn Kindern ein Buch gut gefallen hat, dann wollen sie immer noch einen Band haben. Das ist bei dem derzeit vielleicht wichtigsten deutschen Kinderbuchautor Paul Maar nicht anders als bei Joanne K. Rowling und ihren Harry-Potter-Büchern. Maar hat das Sams erfunden, ein kleines rothaariges Wesen mit Wunschpunkten im Gesicht und einem Taucheranzug an.

Das ist schon lange her: 1973 erschien der erste Sams-Band "Eine Woche voller Samstage". Doch seitdem musste Maar noch vier weitere Abenteuer folgen lassen. Sams-Auflage bisher: 3,5 Millionen Exemplare. Soeben ist Sams Nummer fünf erschienen und der Autor, der am Freitag (13. Dezember) 65 Jahre alt wird, ist überzeugt: "Es wird keinen sechsten Band geben."

Sams-Film-Fortsetzung

Doch ob er das einhalten kann? 200.000 Exemplare des neuen Sams-Buches sind schon wieder verkauft, heißt es beim Oetinger Verlag. Ein Riesen-Erfolg, nicht zuletzt dank des Sams-Filmes, der im letzten Jahr zum Kassenschlager wurde und den pummeligen frechen Rotschopf endgültig zur Kultfigur machte. "Ich sitze gerade am Drehbuch des zweiten Sams-Filmes", so der Autor. Wieder werden Eva Mattes und Ulrich Noethen als Schauspieler mit von der Partie sein. "Sehr viel schneller und nicht so elegisch" wird die Fortsetzung sein, gibt Maar preis. Dreharbeiten sind im April und Mai in Bamberg und Prag, Kinostart soll im Spätherbst 2003 sein.

Anfängliche Skepsis gegenüber Verfilmung

Anfangs sei er sehr skeptisch gewesen, ob seine Bücher überhaupt verfilmt werden sollen, sagt der in Schweinfurt geborene Schriftsteller, der auch viele Kindertheaterstücke verfasst hat. Immerhin seien nicht wenige Kinderbuch-Autoren, wie etwa Michael Ende, mit manchen Verfilmungen ihrer Werke eher unglücklich gewesen. Insgesamt 24 Filmproduktionsfirmen wollten die Geschichte um den schüchternen Herrn Taschenbier, der so sehr an Maar selbst erinnert, verfilmen. Erst der Produzent Ulrich Limmer habe ihm ein überzeugendes Angebot vorgelegt. (APA/dpa)

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    "Sams in Gefahr"
    Oetinger Verlag, Hamburg

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