Schwarz-Grün "wegen des Spaßfaktors"

7. Dezember 2002, 11:49
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Der Wiener SPÖ-Chef Häupl glaubt nicht mehr an das Zustandekommen einer Großen Koalition

Wien - Der Wiener SP-Chef und Bürgermeister Michael Häupl ist nach der ersten Runde der Sondierungsgespräche zur Überzeugung gelangt, dass eine Große Koalition zwischen ÖVP und SPÖ nun "nicht mehr wahrscheinlich" sei. Das sagt Häupl nun in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil". Der Wiener Bürgermeister begründet seine Einschätzung mit Weigerung der ÖVP, den von der SPÖ gewünschten Kassasturz vorzunehmen und der Tatsache, dass bei der ersten Gesprächsrunde zu diesem Thema bloß ein einziges Blatt Papier überreicht wurde. "Das zeigt: Man will uns gar nicht", so Häupl.

Nach seiner Ansicht deute alles darauf hin, dass die ÖVP wieder mit den Freiheitlichen koalieren werde. "Die FPÖ wird wieder regierungstauglich herausgeputzt, die Flecken, Risse und Quetschwunden werden weggeschminkt und dann wird die Braut zum Altar geschleppt." "Wegen des Spaßfaktors" wäre dem Wiener Bürgermeister eine Koalition zwischen ÖVP und Grünen "persönlich die liebste". "Das wäre wirklich extrem erheiternd", so Häupl. (APA)

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    montage: derstandard.at
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