Ursula Mitterlehners neues Buch zur Begrifflichkeit von Hausarbeit

9. Dezember 2002, 08:00
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Solange Hausarbeit täglich erledigt wird, wird sie als selbstverständlich hingenommen und fällt kaum auf (außer mensch, meist frau, hat sie selbst zu machen). Der Wert wird nicht bedacht und die Leistung nicht bemessen. Darauf weisen Feministinnen schon seit Jahren hin. Und auch die Kampagne der ehemaligen österreichischen Frauenministerin Helga Konrad ist noch im kollektiven Gedächtnis verankert: "Halbe - Halbe", für eine partnerschaftliche Aufteilung der Hausarbeit.

Das von Ursula Mitterlehner nun neu erschienene Buch "Hausarbeit zum Nulltarif", das auf ihrer Dissertation an der Johannes-Kepler-Universität Linz beruht, zeigt deutlich auf, wie Tätigkeiten im Haushalt höher zu bewerten sind. Rund 2,5 Millionen Frauen verrichten Tag für Tag diese - für viele im privaten Bereich verankerte (und deshalb nicht abzugeltende) - Arbeit. Der wöchentliche Zeitbedarf sowie das jeweilige fiktive Bruttoentgelt machen deutlich, dass hinter den Leistungen im eigenen Haushalt durchaus eine immense volkswirtschaftliche als auch monetäre Größe steckt.

Die Überlegungen, Fakten und die empirische Untersuchung Mitterlehners zeichnen das Bild des immens hohen Wertes der Hausarbeit in Österreich - die unbezahlt und unbeachtet vor allem von Frauen verrichtet wird. (dy)

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Buch

Ursula Mitterlehner.
Hausarbeit zum Nulltarif.
Verlag Leykam.
Graz 2002.
262 S., 24,90 EUR.
ISBN 3-7011-7432-6


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