TV-Drama über Alien-Entführung bringt Quote

6. Dezember 2002, 16:47
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SciFi-Channel landet Rekorderfolg mit 40 Millionen Dollar teurer Spielberg-Miniserie

Die Science-Fiction-Miniserie "Taken", produziert von Steven Spielberg, hat dem US-Spartensender SciFi-Channel einen Zuseherrekord beschert. Die Serie startete am vergangenen Montag mit zehn jeweils zweistündigen Folgen. Obwohl der Serie laut New York Times jegliches Überraschungsmoment fehlt und sie nur wenig Spannung, Action und Humor zu bieten hat, punktet das TV-Drama beim Publikum mit einer simplen Prämisse: Was wäre,wenn all die Geschichten über Kidnapping durch UFOs, Experimente mit den Entführten und dem UFO-Absturz in Roswell wahr wären?

Drei Familien über mehrere Generationen

Die Miniserie ist eine Art "Roots" im Sci-Fi-Genre. Das Konzept vermengt Science-Fiction mit Familiendrama. Sie verfolgt 20 Stunden lang drei Familien über mehrere Generationen. Die Keys sind eine Familie, die über mehrere Generationen immer und immer wieder von den Aliens entführt, untersucht und gefoltert werden. Der Familienstrang der Clarkes kreuzt sich beim Absturz in Roswell mit dem eines Aliens. Die Crawfords haben ihr Leben der Jagd nach den Aliens und den Clarkes gewidmet. Erzählt wird die Geschichte von der achtjährigen Allie. Anhand der Crawfords und der Clarkes wird aber auch gezeigt, wie menschlich Aliens und wie unmenschlich Menschen sein können. Den Erfolg der Serie sieht die NYT vor allem in der "Rekapitulation von Volksmythen".

40 Millionen Dollar Produktionskosten

Die Serie sei aber kein Versuch die erfolgreiche "Akte X"-Reihe zu überbieten, so Steven Spielberg gegenüber Startribune.com. Die Geschichte wolle zeigen, was in gewöhnlichen Menschen vorgeht und wie diese unglaublichen Ereignisse ihr Leben beeinflussen, so Spielberg weiter. Bei der Promotion wurde auf den Volksmythos der UFOs gesetzt. Eine Promotion-Website enthält beispielsweise Zeugenaussagen von Menschen, die wirklich glauben, von Aliens gekidnappt worden zu sein. Zudem gibt es Links zu "Informationsseiten" über Roswell. Mit Produktionskosten von 40 Mio. Dollar ist die Miniserie laut BBC eine der teuersten der TV-Geschichte. Überlegungen, den unerwarteten Erfolg durch eine Fortsetzung zu wiederholen, gibt es demnach bereits.(pte)

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