Manager kommen mit Neuerungen nicht klar

6. Dezember 2002, 10:29
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Studie: Viele Befragte fühlen sich mit den anstehenden Aufgaben überfordert

Wien - Der Befund ist alarmierend: Obwohl ein Großteil der internationalen Topmanager gravierende Veränderungen auf ihre Unternehmen zukommen sieht, fühlt sich die Mehrheit diesen Aufgaben nicht gewachsen. Das Global Future Forum (GFF), eine Vereinigung von rund 300 Zukunftsforschern, Wirtschaftsexperten und Wissenschaftern, hat für seine Studie die Vorstände der vom Wirtschaftsmagazin Fortune ermittelten weltweit 500 größten Unternehmen befragt.

Radikale Veränderungen

Demnach erwarten fast 80 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen in den kommenden fünf Jahren radikalen Veränderungen ausgesetzt sein wird. 57 Prozent der Führungskräfte beantworteten die Frage, wie ihr Unternehmen mit diesen grundlegenden Veränderungen umgeht, mit "nicht effektiv". "Dieser Mangel an Zukunftsbewusstsein ist beunruhigend. Angesichts der Tatsache, dass viele der Befragten nicht damit rechnen, in zwei Jahren noch in derselben Firma zu arbeiten, ist er allerdings nicht überraschend", sagte GFF-Geschäftsführer David Smith.

Auch in der Organisationsstruktur würden sich große Veränderungen anbahnen, so der Zukunftsforscher Karlheinz Steinmüller. Drei Viertel der Befragten erwarten eine Stärkung des mittleren Managements und bessere Überwachung des Geschäftsführers durch den Aufsichtsrat. Dies sei auf die Finanzskandale in den USA und Europa zurückzuführen. (zwi, DER STANDARD, Printausgabe 5.12.2002)

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    foto: fotodisc
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