Pensions-Lücke drückt Siemens-Gewinn

5. Dezember 2002, 10:09
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Der Elektronikkonzern rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit hohen Belastungen aus Pensionsplänen - Im US-Geschäft wieder in Gewinnzone zurückgekehrt

München - Die milliardenschwere Unterdeckung der Pensionsfonds drückt den Gewinn des Siemens-Konzerns. Das Nettoergebnis werde im laufenden Geschäftsjahr 2002/03 (30. September) durch die deutlich höheren Belastungen für die in- und ausländischen Pensionspläne und durch niedrigere Sondererträge beeinflusst, sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer am Donnerstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in München. Im Geschäftsjahr 2001/02 war der Gewinn von 2,1 auf 2,6 Mrd. Euro gestiegen.

Das operative Ergebnis wolle der Konzern im laufenden Geschäftsjahr trotz der schwachen Konjunktur steigern, sagte Pierer. "Wir sind auf einem guten Weg. Und das macht mir Freude." So habe die hochdefizitäre Netzwerksparte ICN die Chance, im vierten Quartal die Gewinnschwelle zu erreichen. Auch in der Mobilfunksparte ICM solle der Sparkurs fortgesetzt werden. Beim Autozulieferer VDO und der Automatisierungssparte Dematic greife die Restrukturierung. Beim Umsatz stellt sich Siemens im laufenden Jahr aber auf Rückgänge ein.

Im US-Geschäft ist der Siemens-Konzern wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Im Geschäftsjahr 2001/02 sei ein Gewinn von 823 Mio. Euro erzielt worden, sagte von Pierer. Im Jahr zuvor war wegen hoher Firmenwertabschreibungen und operativer Probleme ein Verlust von 603 Mio. Euro angefallen. Mit einem zuletzt leicht gesunkenen Umsatz von 20,3 Mrd. Euro sind die USA für Siemens noch vor Deutschland der wichtigste Absatzmarkt.(APA/dpa)

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