"Roter Reis" mit Nebenwirkungen

4. Dezember 2002, 21:01
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Warnungen in Deutschland vor pulvrigem Nahrungsergänzungsmittel

Warnung vor Nahrungsergänzungsmitteln mit Rotem Reis Es könne zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen

Bonn - Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat vor dem Verzehr von Lebensmitteln mit Red Rice (Rotem Reis) gewarnt. Es könne zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen. Die Mittel würden im Internet und in verschiedenen Ländern als Nahrungsergänzungsmittel zur Senkung des Cholesterins vertrieben, teilte die Behörde am Mittwoch in Bonn mit.

Red Rice - das Pulver wird auch als Anka oder Ankak bezeichnet - könne die Nebenwirkungen von gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte verstärken. Diese könnten sich insbesondere als Muskelschädigungen äußern.

Das Produkt soll ein traditionelles chinesisches Arzneimittel sein. Es entsteht laut BfArM durch biochemische Verarbeitung des Reises mit Hilfe des Schimmelpilzes Monascus purpureus. Dieser Schimmelpilz bilde neben roten Farbstoffen verschiedene Wirkstoffe wie Monacoline, Ankalactone und Citrinin. (APA/dpa)

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